Warum eine Kur sinnvoll ist – alle Informationen

Der Körper ist müde, erschöpft und ausgelaugt. Eine Kur kann diesem Zustand Abhilfe verschaffen. Sie ist immer dann dringend erforderlich, wenn der Körper eine Pause vom anstrengenden Alltag braucht. Doch nicht jeder bekommt die Genehmigung für den Antritt einer solchen Kur. Worauf es bei einem Kur-Antrag ankommt und welche Kurform die richtige ist, wird im folgenden Artikel beantwortet.

Bei einem dauerhaften Krankheitszustand kann eine Kur Abhilfe verschaffen

Wieso eine Kur antreten?

Eine Kur oder Reha dient in erster Linie der Wiederherstellung körperlicher und geistiger Gesundheit. Eine Kur ist ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Versorgung in Deutschland. Aufgrund welcher Beschwerden eine Kur von Nöten ist, ist für die Genehmigung nicht von Bedeutung. Vielmehr ist eine ausreichende Begründung der Notwendigkeit von Wichtigkeit. Nur so werden die Kosten von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Ein Arzt sollte diese Begründung problemlos ausstellen können, wenn starke Beschwerden vorliegen.

Damit eine Kur genehmigt wird, muss diese vorher auch entsprechend beantragt werden. Der erste Antrag ist oft noch überfordernd. Ein Arzt kann auf alle Fragen eingehen, die beim Ausfüllen des Antrages auftreten.

Anleitung: Kur beantragen Schritt für Schritt

Im Folgenden gehen wir genauer darauf ein, was Sie für einen Antrag benötigen. Machen sie zunächst einen Termin mit Ihrem behandelnden Arzt aus. Vorher können sie bereits ein passendes Antragsformular bei ihrer Krankenkasse anfordern. So sind sie für die folgenden Schritte bestens vorbereitet.

Kurantrag schreiben

Gehen sie bei der Beantragung nun wie folgt vor:

  1. Beratung durch den Arzt: Sprechen Sie zunächst mit Ihrem Arzt, um eine Vorsorgekur zu beantragen. Dieser kann sie bezüglich ihrer Beschwerden am besten beraten und aufgrund seiner Erfahrung bestimmte Kuren empfehlen.
  2. Gemeinsames Ausfüllen des Antrages: Ihr Arzt füllt anschließend Ihren Antrag aus. Hierbei kommt es auf eine ausführliche und stichhaltige Begründung an, weshalb Ihnen eine Kur bei der Linderung oder Heilung Ihrer Beschwerden helfen könnte. Sie können mit Ihrem Arzt die Ziele der Kur gemeinsam besprechen. Auch etwaige Heilungsmöglichkeiten werden genauer besprochen.
  3. Einreichung des Antrages bei der Krankenkasse: Der ausgefüllte Antrag und alle notwendigen Unterlagen sind bei Ihrer Krankenkasse einzureichen. Die Kasse legt Ihren Antrag dem medizinischen Dienst vor.

Was tun, wenn der Antrag auf eine Kur abgelehnt wird?

Auf eine Ablehnung des Kurantrages kann ein Widerspruch folgen

Falls die Kasse Ihren Antrag ablehnt, haben Sie die Möglichkeit, Widerspruch einzulegen. Hierfür besprechen sie die Kurablehnung zuerst mit Ihrem Arzt. Dieser kann Ihnen anschließend ein Schreiben ausstellen, welches die Notwendigkeit einer Kur für ihre Gesundheit unterstreicht. Auch sollten in einem Widerspruchsschreiben die Ablehnungsgründe stichhaltig widerlegt werden. In der Regel haben sie für diesen Schritt 4 Wochen Zeit. Die Frist kann sich allerdings auch individuell unterscheiden. Schauen Sie hierfür am besten in Ihrem Ablehnungsbescheid nach.

Falls ihr Widerspruch erneut abgelehnt wird, bleibt Ihnen noch der Schritt zur Klage beim Sozialgericht. Ob sich das in Ihrem Fall lohnen würde, besprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt oder einer rechtlichen Betreuung.

Wird Ihre Kur genehmigt, müssen Sie sie innerhalb von vier Monaten antreten, ansonsten verfällt Ihr Anspruch.

Welche Kosten kommen bei Antritt einer Kur auf mich zu?

Wenn Sie nicht gebührenbefreit sind, ist ein gewisser Eigenanteil zu entrichten. Eine Gebührenbefreiung findet immer statt, wenn das eigene Einkommen unter einem bestimmten Grenzwert liegt. Ist die Kur aufgrund eines beruflichen Unfalls notwendig, dann fällt diese Gebühr aus. Im Allgemeinen sind Personen unter 18 Jahren zuzahlungsbefreit.

Eine Kur muss nicht immer selbst bezahlt werden, oft greift die Krankenkasse ein

Natürlich entstehen auch bei Anreise entsprechende Kosten. Diese werden je nach Leistungsträger übernommen. Wer mit dem Auto eigenständig in die Klinik fährt, muss damit rechnen, dass möglicherweise ausschließlich die Kosten für die günstigste Form der Verbindung übernommen werden.

Sie haben allerdings den Vorteil, dass Krankheits- und Pflegekosten steuerlich abgesetzt werden können. Für die Absetzung benötigt es allerdings ein ärztliches Attest, welches die Notwendigkeit einer Kur bestätigt. Da das Attest jedoch auch zur Genehmigung der Kur benötigt wird sollte dieser Punkt keinen Aufwand darstellen

Was ist der Unterschied zwischen einer ambulanten und stationären Kur?

Eine Kur kann sowohl stationär als auch ambulant erfolgen. Wir gehen auf die Unterschiede genauer ein.

Stationäre Kur

Ein stationärer Kuraufenthalt unterscheidet sich von einem ambulanten

Hier erfolgt die Behandlung der Kur in einer entsprechenden Klinik. Unterbringung, Verpflegung und Anwendung finden in der Klinik statt. Die Kur wird ähnlich wie ein Krankenhausaufenthalt behandelt. Voraussetzung für einen stationären Kuraufenthalt sind eine abgeschlossene Diagnostik und die Möglichkeit der Teilnahme an etwaigen Therapien. Ein stationärer Aufenthalt beläuft sich auf circa 3 Wochen und ist immer dann sinnvoll, wenn ambulante Therapien nicht genügen.

Ambulante Kur

Eine ambulante Kur wird vorsorglich genehmigt. Unterkunft und Verpflegung sind von Ihnen eigenständig zu organisieren. Die Behandlung findet in einem entsprechenden Gesundheitszentrum statt. Die Verordnung einer ambulanten Kur kann auch der Vermeidung bestimmter Krankheiten dienen, also eine Art Prävention.

Meist findet eine ambulante Kur in speziellen Kurorten statt. Die Dauer der Kur beträgt in der Regel zwei bis drei Wochen. Bedenken Sie aber, dass Sie als Erwerbstätiger für ambulante Kuren nicht krankgeschrieben werden. Sie müssen in der Regel Ihren jährlichen Urlaub für den Aufenthalt nutzen.

Für wen eine Kur gar nicht in Frage kommt, kann auch auf andere gesundheitsfördernde Reisen zurückgreifen.